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  Leitbild der Komponistenklasse Sachsen-Anhalt  

 

 

Im April 2008 ist die Komponistenklasse Sachsen-Anhalt e.V. gegründet worden. Diese hat ihren Sitz am Konservatorium G. Ph. Telemann in Magdeburg, steht in der seit 1976 existierenden Tradition der Komponistenklassen Magdeburg und Halle-Dresden und ist aus dieser hervor-gegangen. Die Komponistenklasse Sachsen-Anhalt e.V. hat das Ziel, im Land vorhandene kompositionspädagogische Ansätze, am Komponieren interessierte Kinder und Jugendliche sowie überhaupt an Neuer Musik Interessierte zusammenzuführen. Dabei entstehen Kooperationen mit Musikschulen und allgemeinbildenden Schulen, die vor allem geprägt sind durch die von uns angebotenen Vor-Ort-Workshops. Neben dem Komponistenklassenkonzert in Magdeburg, das in enger Kooperation mit dem Deutschen Tonkünstlerverband stattfindet, wird in jedem Jahr ein zweites Konzert bei einem unserer Kooperationspartner unsere Arbeitsergebnisse eindrucksvoll vorstellen. Bisherige Partner: Musikschule des Burgenlandkreises, Musikschule music-a-vera Bernburg, Walter-Gropius-Gymnasium Dessau-Roßlau, Landesgymnasium für Musik Werni-gerode. (im Aufbau: Kreismusikschule Harz, Katholische St.-Franziskus-Grundschule sowie Kreismusikschule „Carl Löwe“ Halle, Musikschule Salzwedel) Besonders wichtig ist auch die entstehende Zusammenarbeit mit verschiedenen Magdeburger Gymnasien (bisher Siemens-Gymnasium und Ökumenisches Domgymnasium Magdeburg). Der Schülerstamm erhält regel-mäßigen Unterricht am Konservatorium G. Ph. Telemann in Magdeburg und der Musikschule des Burgenlandkreises. Darüber hinaus finden Workshops an den Partnerstandorten, 2 Ferienkurse und 2 Jahreskonzerte statt. Die Schüler und Studenten sind momentan zwischen 7 und 25 Jahren alt.


 

                                       

 

  Arbeitsschwerpunke der Komponistenklasse Sachsen-Anhalt  

  

Im Mittelpunkt der Arbeit steht weniger eine spätere Berufstätigkeit als Komponist, sondern der freudige, aktive Umgang mit musikalischem Material. Am Beispiel historischer Kompositionsstile (Gregorianik, Perotin, Desprez, Schütz, Bach, Beethoven, Schumann, Reger) werden kompositorisch-handwerkliche Fähigkeiten erlernt. Eine genauere Beachtung finden dann Kompositionen des 20./21. Jahrhunderts (Schönberg, Webern, Cage, Nono, Ligeti, Lachenmann...). Dieser Prozess geht weit über das Komponieren von Studien in „fremden“ Stilen hinaus. Bei manchen Schülern wird dabei eigenes Komponieren ausgelöst. Dieses steht dann neben dem weiteren kontinuierlichen Erarbeiten musikalischer Sprachen aus vergangenen Zeiten im Mittelpunkt des Unterrichts.

Die jungen Komponisten beteiligen sich auch an Wettbewerben (u.a. Orchesterwerkstatt Halberstadt, Stieber-Preis des Landesverbandes Sachsen-Anhalt Deutscher Komponisten e.V., Jugend-Kompositions-Wettbewerb des Deutschen Tonkünstlerverbandes, Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.). Eine besondere Bedeutung hat für die Kompositionsschüler die Beteiligung an der Kammermusikwerkstatt in Dessau, die jährlich vom Landesmusikrat Sachsen-Anhalt e.V. ausgerichtet wird. Dort werden die eigenen Kompositionen gemeinsam mit professionellen Musikern erarbeitet. Zu erleben, wie die Umsetzung und Interpretation mit der eigenen kompositorischen Vorstellungswelt übereinstimmt, ist für angehende Komponisten eine ganz wesentliche Erfahrung. Diese wird vertieft in den Workshops am Rande der Jahreskonzerte der Komponistenklasse Sachsen-Anhalt, welche in Kooperation mit der Komponistenklasse Dresden erfolgen.

 

 

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